Auf dem Weg zum „CO2-neutralen“ Landkreis – Landkreis Saarlouis erstellt Studie zu mehr Energieeffizienz und Ausbau Erneuerbarer Energien |
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Gemeinsam mit allen 13 angehörigen Kommunen will der Landkreis Saarlouis unter dem Leitbild „Wirtschaftsförderung, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung“ strategisch zusammenarbeiten. Dazu wurde im ersten Schritt für 2012 die Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes und Teilkonzeptes „Erneuerbare Energien“ für mehr Energieeinsparung, Energieeffizienz und mehr Nutzung Erneuerbarer Energien im Landkreis Saarlouis vereinbart. Mit der Erstellung der Studie ist das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) der Fachhochschule Trier/Umwelt–Campus Birkenfeld unter Projektleitung von Prof. Dr. Peter Heck beauftragt. Ausgangslage- u. Zielsetzung:Die Ziele des Bundes sind ehrgeizig: Bis 2020 sollen die Treibhausgas-Emissionen um 40 Prozent und der Primärenergieverbrauch um 20 Prozent gesenkt werden. Gleichzeitig soll der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung um 35 Prozent steigen. Bis 2050 will Deutschland die Treibhausgase sogar um 80 bis 95 Prozent mindern – der Anteil der Regenerativen Energien soll dann bei 80 Prozent liegen.Das Ziel einer steigenden Energieeffizienz und der Ausbau Erneuerbarer Energien sind weltweit in der politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Diskussion – auch im Hinblick einer zu erwartenden Ressourcenknappheit – unumstritten. Der Ausbau regenerativer Energien als zukünftige Energieträger – auch für Industrienationen – wird eine zwingende Gemeinschaftsaufgabe werden. Der weltweiten Klimaerwärmung kann nur wirksam begegnet werden, wenn insbesondere auf kommunaler Ebene alle Anstrengungen für eine Energiewende unternommen werden. Die Sicherung der heimischer Energieerzeugung und - versorgung unserer Wirtschaft, unserer Kommunen und der Privathaushalte in unserem Landkreis muss dabei immer gewährleistet und auch in der Zukunft bezahlbar bleiben. „Ökologisch handeln und ökonomisch erfolgreich sein!“ Der Landkreis Saarlouis ist sich seiner Verantwortung für die Zukunft nachfolgender Generationen bewusst. Er unterstützt die Klimaschutzziele der Bundesregierung sowie des Saarlandes. Daher setzt sich der Landkreis Saarlouis das Ziel, bis zum Jahr 2020 mindestens 40% der CO2- Emissionen, basierend auf dem Vergleichsjahr 1990, entsprechend den Klimaschutzzielen der Bundesregierung einzusparen sowie bis 2050 sein Gemeinwesen so zu organisieren, dass die Region sich „klimaneutral“ darstellt. Der Landkreis Saarlouis als bedeutender Wirtschafts- und Industriestandort muss auch in Zukunft energiepolitisch sicher bleiben. Entscheidungen, die Arbeitsplätze in den industriellen Sektoren gefährden würden, sind daher zu vermeiden. Aus Sicht des Wirtschaftsförderungsverbandes Untere Saar (WFUS) kann die regionale Wertschöpfung aber durch mehr Energieeffizienz und den Ausbau der regenerativen Energien zusätzlich vielfach gestärkt werden: Einerseits durch verstärkte Strom- und Wärmeerzeugung in der Region und andererseits in den stark wachsenden Zukunftsbranchen „Klima- und Umwelttechnologien“ sowie in den Bereichen „Energieerzeugung und –versorgung“, „Energieeffizienz“ und „regenerativen Energien“. Hier können bestehende Arbeitsplätze gesichert bzw. in zusätzlichen neuen wirtschaftlichen Tätigkeitsfeldern auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft wird langfristig gesichert und aktiv gefördert. Aufgabenstellung:Der Landkreis Saarlouis sowie dessen angehörigen Kommunen möchten kurzfristig strategisch unter dem Leitbild „Wirtschaftsförderung, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung“ zusammenarbeiten.Aufbauend auf den bereits in einzelnen Kommunen im Landkreis bestehenden energiepolitischen Aktivitäten, vorhandenen infrastrukturellen Planungen und Konzepten und dem im Landkreis Saarlouis als ersten im Saarland bereits seit 2010 existierenden flächendeckenden Solardach-Kataster plant der Landkreis weitere Schritte um die CO2 – Emissionen zu senken. Im Sinne eines nachhaltigen Handelns sollen Projekte zur CO2 – Einsparung im Landkreis über ein Gesamtkonzept sowie ein regionales Energienetzwerk realisiert werden um so vorhandene Potenziale gemeinsam zu realisieren. Gemeinsame Ziele und Durchführung:Gemeinsam soll langfristig im Landkreis Saarlouis das Ziel eines – in der Tendenz – „CO2-neutralen“ Landkreises bis zum Jahr 2050 entwickelt werden. Dies bedeutet, dass einerseits Effizienz-, Suffizienz- und Einsparmaßnahmen erforderlich sind um die jährlich im Landkreis emittierten CO2 – Mengen zu reduzieren. Andererseits ist der Ausgleich der nicht CO2-neutral produzierten Mengen durch eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energieträger notwendig, damit bilanziell das Ziel eines „klimaneutralen“ Landkreises erreicht wird. Hierzu ist eine Betrachtung des gesamten Systems „Landkreis Saarlouis“ notwendig.Vor diesem Hintergrund hat der Landkreis eine Kooperationsvereinbarung mit den kreisangehörigen Kommunen geschlossen und mit finanzieller Unterstützung durch die Bundesregierung und der saarländischen Landesregierung ein Klimaschutzkonzept sowie eine Potenzialanalyse „Erneuerbare Energien“ für den Landkreis beauftragt. Die Laufzeit der Studie beträgt ein Jahr. Mit ersten konkreten Ergebnissen ist also Ende 2012 zu rechnen. Doch schon jetzt wolllen wir – um in den kommenden Jahren die Ziele unseres Leitbildes: Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und regionale Identität zu erreichen – die Entwicklung unseres Landkreises aktiv mitgestalten und insbesondere die Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises für das Thema gewinnen. Es gilt aber auch, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und den Kommunen zukünftig mit möglichst vielen relevanten Akteuren wie Versorgern, Firmen, Handwerksbetrieben, Institutionen, Organisationen in der Region ein Netzwerk „Zukunfts-Energie“ aufzubauen und darin zusammen zu arbeiten. |
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